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Heimsuchung Mariens

Röm. kath. Kirche – Erzbistum Bamberg

Standort und Postanschrift

Katholisches Pfarramt

Marienweiher 3
95352 Marienweiher

Sehenswert

Die Erbauungszeit der ersten Kirche Marienweihers ist unbekannt. Friedrich Förner versucht in seinem Buch "Beneficia miraculosa" nachzuweisen, dass bereits der Bamberger Bischof Otto 1. 1124 eine Kirche in Marienweiher gegründet habe. Dagegen ist eine Urkunde von 1189 im Original mit Siegel erhalten, in der Bischof Otto II. (1177-1196) das Zisterzienserkloster Langheim mit der Eigenkirche in Marienweiher beschenkt. Diese Schenkung wurde 1217 erneuert. Bei der Kirche wurden ein Kloster und ein Hospiz errichtet. Anfang des 12. Jh. sei ein sächsischer Fuhrmann im Straßenwirtshaus am Vordersee (dies wird als älteste Bezeichnung für Marienweiher angesehen) eingekehrt. In der Nacht sei das Wirtshaus von Räubern überfallen worden. In Lebensgefahr habe sich der Fuhrmann an die Gottesmutter gewandt; er sei daraufhin gerettet worden. Seinem Gelübde gemäß habe er ein Marienbild in einer hölzernen Kapelle aufgestellt. Bald sei diese Kapelle von Pilgern immer mehr besucht worden. Hierin sieht die Legende den Beginn der Wallfahrt von Marienweiher. In den Wirren der Hussiteneinfälle (1419-1436) wurden die Kirchenbauten in Marienweiher geplündert und zerstört. Daher gab die Abtei Langheim 1430 die Seelsorge in Marienweiher auf, die dann von Weltpriestern wahrgenommen wurde. Ob die Kirche bereits in den darauf folgenden Jahren oder erst gegen Ende des 15. Jh. wiederhergestellt wurde, ist fraglich. Das Kloster blieb jedenfalls als Ruine stehen. Für die Bauzeit ab 1480 spricht, dass das Gnadenbild, die Kreuzigungsgruppe rechts am Kircheneingang und einige Figuren um diese Zeit entstanden sind. Vielleicht erlebte das Wallfahrtswesen in dieser Zeit seine erste Blüte. 1574 soll Pfarrer Joh. Hofmann in Marienweiher die lutherische Lehre eingeführt haben. Die Gegenreformation begann mit der Amtsenthebung des ebenfalls protestantisch orientierten (?) Pfarrers Joh. Götz 1594: Das Wallfahrtswesen erhielt nun bischöfliche Förderung und neuen Zulauf, so dass ein größerer Kirchenbau nötig wurde und infolge zahlreicher Spenden auch möglich war (ausgeführt zwischen 1617-1620). Die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges bekam Marienweiher seit dem ersten Schwedeneinfall vom 6.6.1631 zu spüren. Auf Plünderungen und Zerstörungen bis 1647 durch Truppen beider konfessioneller Richtungen, verstärkt durch Hungersnöte und Seuchen, folgte eine Erlahmung des katholischen Gemeinde- und Wallfahrtslebens. Um dem entgegenzuwirken, rief der Fürstbischof von Bamberg die (oberdeutschen) Franziskaner um seelsorgerische Hilfe an und übertrug ihnen 1644 die Pfarrei. Der Ankunft der Franziskaner (24.12.1646) folgten bald Zwistigkeiten um Verwaltungsangelegenheiten, so dass die Patres die Pfarrei 1650 abgaben. Während sich die Franziskaner weiterhin um die Wallfahrtsseelsorge kümmerten, versahen Weltgeistliche die Pfarrei. So zielte die Bautätigkeit (1650-1661) der Mönche vor allem auf den Wiederaufbau und die Abschirmung des Klosters und des Hospizes ab. Die nichtsdestoweniger gute Zusammenarbeit zwischen Welt- und Ordensgeistlichkeit brachte der Pfarrei stetigen Aufschwung, so dass 1699 Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn einer Umwandlung des ?Klösterleins" in ein förmliches Kloster (Konvent) zustimmte. Das 18. Jh. war somit für Marienweiher eine Zeit reger Bautätigkeit, gipfelnd im Neubau des barocken Langhauses nach 1718/19 (eingeweiht von Weihbischof Werner Schnatz 1721) und des Turmes (1743-1745); dazu kam noch die (zweite) Erweiterung des Klosters (1777). In der Säkularisation (1802) erfolgte die Zivilbesitznahme und Auflösung des Klosters. Erst 1828 erlaubte König Ludwig 1. von Bayern die Wiedereinrichtung des Klosters und die Neubelebung des Ordenslebens. Als eine Folge davon begann auch das Marienweiherer Wallfahrtswesen ab 1840 wieder zu blühen und erreichte um 1870 einen Höhepunkt. Wallfahrer kamen vor allem aus Franken, der Oberpfalz und dem Übernahme 1900 folgte die Obernahme auch der Ortspfarrseelsorge durch die Franziskaner. Teilrenovierungen des Gotteshauses und der Klostergebäude ab 1867 bis heute haben den Bedürfnissen der Gläubigen Rechnung getragen.

Wissenswert

Jeder Wallfahrtsort besitzt in der Regel eine sog. Ursprungslegende, also eine Erzählung zumeist über ein Wunder, welche dem Ort einen besonderen heiligen Charakter zurechnet. Im Jahre 1816 hält der damalige Pfarrer A.F. Hofmann die bis dahin mündlich überlieferte Sage fest: Vom Franken nach Sachsen gieng dahier eine Hauptstrasse durch, zu jener Zeit aber war die hiesige Gegend noch sehr mit dichten Wäldern überwachsen, es waren also an der Landstrasse in den Wäldern mehrere sogenannte Nothwirtshäusser in verschiedenen Entfernung gebaut, ein solches war auch an der Vordersee errichtet. Nun soll ein Fuhrmann aus Sachsen, welches dort Mal noch ganz katholisch war, ein Marienbild in Franken verfertigen lassen, um solches mit sich nach Hause zu bringen. Er übernachtete eben, als er dieses Bild auf seinen Wagen hatte, auf seiner Heimreise in Vordersee dahier. In den dichten Waldungen besonders an den Landstrassen waren nach den dortmaligen Zeitgeist, Räuberhorden eine nicht seltene Erscheinung. Eine solche Rotte überfiel das Wirtshaus zu Vordersee in der nämlichen Nacht, wo der Fuhrmann übernachtete, wahrscheinlich war der Ueberfall auf ihn gerichtet, er kam aber mit Wagen, Pferdt und Vermögen glücklich durch. Um seine Dankbarkeit gegen Gott und Maria, die er in dieser so grossen Gefahr angerufen hat, zu erkennen zu geben, hat er die bei sich gehabte Bildnis Mariens neben der Landstrasse aufgerichtet, eine kleine Kapelle vom Holz darüber gebaut, und soll nachher seine Güter in Sachsen verkauft, und sich selbst wohnhaft hier angesiedelt haben.

Klosterkirche

Das B.V. Maria Miraculosa geweihte Kloster wurde 1646 durch Melchior Otto Voit von Salzburg, Bischof von Bamberg gegründet. Erst Hospiz, war es ab 1699 Konvent. 1718 bis 1721 entstand die jetzige barocke Wallfahrtsbasilika Marienweiher. Im Zuge der Säkularisation in Bayern kam es am 17. Dezember 1802 zur zivilen Inbesitznahme des Klosters, es erfolgte jedoch keine offizielle Aufhebung. Vorübergehend war das Kloster zum Absterben verurteilt, doch am 18. Juli 1828 wurde es offiziell wiedererrichtet. Die bayerischen Franziskaner erhielten vom Staat ein vertraglich zugesichertes Nutzungsrecht am Kloster. Seit 1984 betreut die schlesische Ordensprovinz der Franziskaner das Kloster. Am 25. Juni 1993 erhob Papst Johannes Paul II. die Klosterkirche durch das Apostolische Schreiben Celebratum templum zur Basilika minor.

Wallfahrtskirche

Wallfahrtszeit ist generell von Mai bis Oktober. Den Beginn macht traditionell Oberwarmensteinach am 1. Mai. Hauptwallfahrtstage sind Pfingsten und das Wochenende nach Mariä Geburt (8. September). Das Einzugsgebiet reicht im Westen bis Großeibstadt (Rhön) und Reichmannsdorf, im Osten bis Konnersreuth im Stiftland, im Norden bis Haßlach im Frankenwald und im Süden bis Weingarts in der Fränkischen Schweiz.

Ausflugsziel

Ein beschaulicher Ort mit ca. 350 Einwohnern im Frankenwald zwischen Bayreuth und Hof gelegen heißt sie herzlich willkommen. Diesen Ort besuchen aber jährlich über 5.000 Menschen, aus ganz Franken und Teilen der Oberpfalz. Sie pilgern zur Muttergottes von Marienweiher: die gotische Madonna im Altarraum der herrlich barocken Wallfahrtsbasilika stammt aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. Historisch gesehen ist Marienweiher der älteste Marienwallfahrtsort Bayerns – noch vor Altötting! Auch wenn sich die Gründe für eine Wallfahrt im Laufe der Zeit geändert haben, bleibt doch der Gedanke des Unterwegsseins, des Abschaltens vom Alltag und die Ausrichtung auf ein spirituelles Ziel hin unverändert. Brechen auch Sie auf, machen Sie sich auf den Weg zur Madonna von Marienweiher – allein, in einer Gruppe guter Bekannter oder mit ihrer Gemeinde. Marienweiher ist der andere Wallfahrtsort, weil Sie hier noch in Ruhe verweilen können.

Gottesdienste in der Woche
Sonntags
08.00 Uhr
Messfeier
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10.30 Uhr
Messfeier
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Montags
18.30 Uhr
Messfeier
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Dienstags
18.30 Uhr
Messfeier
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Mittwochs
18.30 Uhr
Messfeier
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Donnerstags
09.30 Uhr
Messfeier
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Freitags
18.00 Uhr
Rosenkranz
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18.30 Uhr
Messfeier
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Alle Angaben ohne Gewähr! Bitte überprüfen Sie die Zeiten auf der Website der Gemeinde oder fragen Sie dort telefonisch nach, damit Sie sich nicht umsonst auf den Weg machen.