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St. Barbara

Röm. kath. Kirche – Erzbistum München und Freising

Standort

Infanteriestr. 15
80797 München Schwabing-West

Büro/Postanschrift

Kirchengemeinde St. Benno
Loristraße 21
80335 München

Sehenswert

Altarbild "Freisinger Christusbild" als Vier-Tafelbild von Prof. Werner Kroener Attributsfenster der Hl. Barbara von Frau Eva Raiser-Johanson

Wissenswert

Die Geschichte der Kirche reicht zurück bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Notkirche Um 1900 war die Verlegung der Kasernen aus der Innenstadt zum Oberwiesen- und Marsfeld weitestgehend abgeschlossen. Auf dem Areal gab es mehrere Kasernen, so z.B. die "Luftschifferabteilung der königlich-bayerischen Armee (Barbara-/Ecke Hessstrasse); die Eisenbahnerkaserne an der Dachauer Str. 126". Auch die Straßennamen, manche Denkmäler und der Parklizenzbereich "Kasernenviertel" erinnern noch heute daran. Zur Sicherstellung der religiösen Betreuung der Soldaten wurde eine Kirche benötigt. So wurde die 1901 zur Unterbringung von Bekleidung errichtete Lagerhalle (sie reichte bis zur Hessstraße) zu Beginn des 1. Weltkriegs z.T. in eine Not-Kirche umfunktioniert. Garnisonskirche Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Notkirche 1922/1923 durch Divisionspfarrer Balthasar Meier zu einer Garnisonskirche umgebaut. Die ursprüngliche Lagerhalle wurde verkleinert und das Obergeschoss bis zur Höhe der Orgel abgetragen, so dass sie den Charakter einer Hallenkirche erhielt. Insgesamt dürfte der Bau auf etwa 9 Millionen Mark gekommen sein. Jedoch klaffte während des Baustadiums eine erhebliche Lücke. Diese konnte durch eine Millionen-Spende des Hl. Vaters (Papst Pius XI) überwunden werden. Weihe Die Kirche wurde am 04.02.1923 von Kardinal Michael von Faulhaber, dem damaligen Erzbischof von München und Freising geweiht. Die Weiheurkunde ist noch erhalten: Enteignung Am 1. November 1940 wurde Kirche und Grundstück von den Nationalsozialisten enteignet und fielen der Wehrmacht zu. Sie blieb aber Sitz des Militärpfarrers. Als Militärgeistliche waren u.a. eingesetzt: Balthasar Maier, Wehrkreispfarrer Dekan Lang, Standortpfarrer Innerhofer, Widemann, Dr. Müller sowie im Nebenamt als Militärpfarrer der spätere Mrsg. Wilhelm Bleyer. Aus der Zeit des Krieges berichtete Wilhelm Bleyer in einer Ansprache: Im Laufe der Kriegsjahre sah ich bei Vereidigungs- und Abschiedsgottesdiensten Tausende von Soldaten, vom einfachen Rekruten bis zum hohen Offizier, die hier vor dem Ausrücken an die Front ihre Gebete verrichteten. Mit der Zeit fanden sich in unserer Kirche auch kriegsgefangene Priester verschiedenster Nationen ein, um hier die hl. Messe zu zelebrieren. Von St. Barbara aus wurden auch die Gottesdienste für die im "Franzl" (Gefängnis) in der Leonrodstraße Untergebrachten durchgeführt. Mancher von Ihnen suchte hierbei Trost vor seiner Hinrichtung. Filialkirche Durch Verhandlungsgeschick mit dem Freistaat Bayern konnte die Kirche wieder von der Katholischen Gemeinde genutzt werden und ist jetzt der Pfarrei als Filialkirche zugeordnet. Polnische Gemeinde In den Jahren 1944/45 erlitt das Kirchengebäude mehrmals Beschädigungen durch Bomben. Nach Behebung der Schäden wurde die Kirche von polnischen Katholiken und Pfarrangehörigen gemeinsam genutzt. Für etwa 3.000 polnische Christen (ehemalige Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene, KZ-Häftlinge und KZ-Priester) war sie lange Zeit das Zentrum ihres religiösen Lebens. Aus dieser Zeit stammen auch zwei Glasfenster in der Kirche: eines zeigt die Mutter Gottes und eines den Patron der polnischen Gemeinde, den heiligen Andreas Bobola. Im Kirchturm hängt eine Glocke, die von polnischen Soldaten in der US Armee, der Polish Guard by US Army gestiftet wurde. Die Glocken in St. Barbara (insgesamt 3) werden noch immer per Hand geläutet. Radio Free Europe Von St. Barbara aus wurden auch an jedem 2. Sonntag bis 1978 die Gottesdienste in polnischer Sprache vom Sender Free Europe nach Polen übertragen. Kardinal Karol Józef Wojtyla in St. Barbara Im September 1974 erhielt die Kirche hohen Besuch. Es war der damalige Erzbischof von Krakau, Kardinal Wojtyla und spätere Papst Johannes Paul II. Im 20. Jahr seines Pontifikats (1998) wurde eine Tafel enthüllt, die an diesen Besuch erinnert und dadurch die besondere Verbindung der polnischen Katholiken mit dieser Kirche bekundet. Verbundenheit Von 1979 bis 1985 feierte die Polnische Gemeinde in St. Georg und schließlich ab 1985 in St. Josef bis heute ihre sonntäglichen Gottesdienste, weil St. Barbara für die Gemeinde zu klein geworden war. Traditionell wird aber nach wie vor jedes Jahr in St. Barbara zu den polnischen Feiertagen (03.Mai - Verfassung und 11.November - Unabhängigkeit) ein Festgottesdienst in polnischer Sprache gehalten. Nagelkreuzzentrum Am 09.11.2014 wurde St. Barbara das Nagelkreuz von Coventry übergeben. Die weltweite ökumenische Nagelkreuzgemeinschaft fühlt sich der Erinnerung an die Wunden der Zeit verpflichtet, will zum Ausgleich in der Verschiedenheit beitragen und ist bestrebt für den Frieden zu arbeiten. Jeden Freitag wird das Versöhnungsgebet von Coventry gesprochen.

Gottesdienste in der Woche
Sonntags
11.00 Uhr
Messfeier
letzte Bestätigung von:
nailcross am 09.04.2019
Freitags
17.00 Uhr
Gebet
letzte Bestätigung von:
benni am 07.04.2019

Alle Angaben ohne Gewähr! Bitte überprüfen Sie die Zeiten auf der Website der Gemeinde oder fragen Sie dort telefonisch nach, damit Sie sich nicht umsonst auf den Weg machen.